Palmsonntag

Tag des Einzuges Jesu in Jerusalem

Sonntag, 05.04.2020 09:00 Uhr bis 10:30 Uhr
Ort: Dekanatspfarrkirche Thalgau, 5303 Thalgau
Veranstalter: Pfarre Thalgau

Samstag 19 Uhr: Vorabendmesse mit Leidensgeschichte
Sonntag 9 Uhr: Palmsegnung und Wortgottesdienst vor dem Seniorenwohnhaus
(bei Schlechtwetter vor der Kirche) und festlicher Einzug in die Pfarrkirche - kein 10 Uhr Gottesdienst!

Mit dem letzten Sonntag vor Ostern, dem sogenannten Palmsonntag, beginnt die Karwoche (auch stille Woche).
An diesem Sonntag wird dem Einzug Jesu in Jerusalem, der gleichzeitig der Beginn seines Leidensweges ist,
gedacht. In der katholischen Liturgie wird außerdem an diesem Tag erstmals auch
das Evangelium der Passion Christi verkündet.

Was geschah an Palmsonntag?
In den Evangelien wird berichtet, wie Jesus mit seinen Jüngern vor dem jüdischen Paschafest
nach Jerusalem kam. Bevor sie die Stadt betraten, schickte Jesus zwei der Jünger in ein Dorf,
um ihm eine Eselin zu bringen. Damit erfüllte sich die Voraussage des Propheten Sacharja
aus dem Alten Testament, dass der kommende Friedensfürst auf einem Esel reiten wird (Sach 9,9 EU).
Jesus setzte sich auf den Esel und ritt nach Jerusalem ein. Als ihn die Menschen kommen sahen,
breiteten sie ihre Kleider vor ihm aus und streuten Palmzweige auf den Weg.
Sie jubelten ihm zu und riefen: »Hosanna dem Sohn Davids!
Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!« (Mt 21,8-9 EU).

Schon früh haben sich verschiedene Bräuche rund um den Palmsonntag entwickelt.
Seit dem 8. Jahrhundert wurden die Ereignisse des Palmsonntags in Palmprozessionen aufwendig nachgestellt.
Bei den Prozessionen wurde oftmals eine lebensgroße Christusfigur auf einem lebendigen
oder auch hölzernen Esel, dem sogenannte Palmesel, mitgeführt.
In manchen Gemeinden wird diese Tradition auch heute noch gepflegt.

Ein weiterer Brauch in der katholischen Kirche ist die Palmweihe.
Da echte Palmzweige in Mitteleuropa nur schwer zu bekommen sind,
werden für die Palmweihe meist andere grüne Zweige wie Buchsbaum,
Wacholder, Weide oder auch Palmkätzchen verwendet. Im Salzburgerland gibt es traditionell Palmbuschen,
die aus 7 bzw. 9 verschiedenen Sträuchern gebunden werden.
Vor der Messe segnet der Zelebrant die mitgebrachten Palmbuschen und besprengt sie mit Weihwasser,
anschließend werden sie in einer Prozession in die Kirche getragen.
Nach der Messe werden die geweihten Palmbuschen mit nach Hause genommen,
zum Schutz vor Unheil und Krankheit.

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