Erneuerung

Was ist bisher geschehen?

In den vergangenen Jahren gab es im Pfarrgemeinderat bereits viele Beratungen und Überlegungen,
wie Pfarre und Glaube für die Menschen heute ansprechender vermittelt werden kann.

Gott ist für viele Menschen sehr wichtig, warum ist eigentlich gut oder sogar notwendig,
diese Gottesbeziehung gemeinsam mit anderen zu erleben?
Bieten wir als Pfarre Thalgau diesen „Mehrwert“ einer guten Gemeinschaft?
Können wir als Pfarrgemeinde wachsen? Qualitativ und quantitativ?

Dass es sehr wohl möglich ist, zeigen mehrere Pfarren in verschiedenen Ländern.
Nun mag man einwenden, dass ihre Aktivitäten für dortige Verhältnisse wohl optimal sein mögen, aber hier?
Etwas zu kopieren, ist nicht zwangsläufig zielführend.
Darum wollen wir in Thalgau eigene Wege finden – unter Berücksichtigung einiger Prinzipien
und mit Unterstützung der Diözese.
In einer Sitzung hat der Pfarrgemeinderat beschlossen, sich dieser Aufgabe zu stellen.

Im Lauf eines Kirchenjahres gibt es sehr vieles an Aktivitäten, die dank zahlreicher ehrenamtlicher Mitarbeiter
geschehen und die das Pfarrleben bereichern.
Vielleicht könnte man etwas weglassen, das für heute nicht mehr notwendig ist?
Ja, das vielleicht sogar unnötig geworden ist?
Schnell haben wir gesehen, dass es gar nicht so einfach ist, etwas wegzulassen bzw. zu streichen.
Wo kann man Bestehendes verbessern?

Die Marienkapelle wird gerne besucht, die Möglichkeit eine Kerze für ein Anliegen zu entzünden, gerne genützt.
Seit ca. einem dreiviertel Jahr gibt es nun auch Weihwasser in kleinen Fläschchen,
mit einem Segensspruch zum Mitnehmen.
Es gibt Pläne, den Schriftenstand schöner zu gestalten.
Auch die Anschlagtafeln an der Eingangstür zur Kirche sollen erneuert und umgestaltet werden.

Renate Schönauer hat seit vielen Jahren, ja Jahrzehnten das Pfarrzentrum sehr hübsch dekoriert,
dafür sei ihr an dieser Stelle herzlich gedankt!
Da sie nun diese Aufgabe abgegeben hat, war die Überlegung wie man diesen „Ort Gottes“
entsprechend neu gestalten könnte.
So manche haben es schon gesehen, es wird bereits fleißig daran gearbeitet – das Pfarrzentrum soll einladen,
sich mit Gottes Wort auseinanderzusetzen.

Wer nur selten einen Gottesdienst mitfeiert, dem fehlt oft die Sicherheit im Ablauf der Messe.
Es wäre unser Wunsch, dass sich alle als Teil unserer Feiergemeinschaft fühlen.
Darum wollen wir eine Hilfe bieten und haben ein kleines „Messablauf-Heftchen“ erstellt, in dem man auch z.B. das Glaubensbekenntnis mitlesen kann.
Denn wer mitbeten und mitsingen kann, hat auch hoffentlich mehr Freude und fühlt sich Gott näher und wohler.

Jeder ist willkommen, besonders auch die Kinder – es gab und gibt viele Überlegungen in diese Richtung.
Kinder sollen sich angenommen fühlen und die Eltern sollen den Gottesdienst entspannt mitfeiern können.
Die kleinen Büchlein mit Bibelgeschichten zum Ausleihen gibt es schon lange, nun wurden auch Stifte
und Ausmalvorlagen aufgelegt. Dazu gibt es noch Planungen,
wie man „Kinderkirche“ für die Zukunft gestalten könnte.

Musik ist ein ebenfalls ein wichtiger Punkt, Musik berührt in besonderer Weise, wie Worte es nicht können.
Auch dazu gibt es Überlegungen, natürlich soll es die traditionellen Lieder und auch die Orgel weiter geben,
mit Hilfe musikalisch begabter Pfarrmitglieder hoffen wir auf eine bunte Vielfalt.

Was in Thalgau schon immer üblich war – sich freundlich mit der Hand zu grüßen – macht
ein „Begrüßungsteam“ zusätzlich an der Kirchentür, um zum Ausdruck zu bringen,
dass wir als Gemeinschaft miteinander feiern – in einer Gemeinschaft,
in der jeder willkommen ist und sich wohl fühlen soll.
Es gibt dazu Kärtchen mit einem Zitat aus dem Evangelium.
Ein gutes Wort Gottes, das uns in die Woche begleitet.
Viele freuen sich über die herzliche Begrüßung, wir haben aber auch gelernt, dass es notwendig ist,
mit etwas Feingefühl jemanden „durchschlüpfen“ zu lassen.
Nicht immer ist einem danach zumute zu reden;
und wenn jemand das Bedürfnis hat, einfach nur in der Kirche vor Gott zu sein,
dann wollen wir das selbstverständlich respektieren.
Es gilt wie immer hinzuhören und daraus zu lernen. Und wir werden auch in Zukunft noch vieles lernen müssen!
Dabei benötigen wir Ihre/Deine Unterstützung und Ihr/Dein Mittun!

In weiterer Planung ist ein Pfarrfest, das sich von anderen Festen unterscheiden soll.
Termin zum Vormerken ist der 17.Juni 2017 :-)
Gemeinschaft soll auch nach dem Gottesdienst erlebbar sein – wie können wir den Kirchenplatz einladend nützen,
damit Kirchenbesucher noch etwas bleiben und Zeit miteinander verbringen können?
Unser Dechant wird (soweit möglich) manches Mal nach der Messe mit Pfarrmitgliedern am Kirchenplatz
das Gespräch pflegen.

Was kann helfen, um besser mit dem Wort Gottes, der Bibel vertraut zu werden?
Welche Hilfen kann die Pfarre dazu anbieten? Auch dazu gab es Beratungen im Pfarrgemeinderat.
Im Advent wird es das Evangelium mit erklärenden Worten bzw. Impulsen geben zum Mitnehmen,
im Jänner einen Bibelinfoabend und in der Fastenzeit wird eine Seminarreihe stattfinden,
wozu wir jetzt schon herzlich einladen.

Letztlich haben alle Bemühungen um Erneuerung das eine Ziel:
die Gottesbeziehung des Einzelnen zu stärken und zu vertiefen und
anhand der Beziehungen untereinander erlebbar zu spüren.
Unsere gemeinsame Mitte ist Jesus Christus, auf ihn wollen wir schauen und gemeinsam Gott preisen.

Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, müssen wir zulassen, dass sich alles verändert.
                                        Giuseppe Tomasi di Lampedusa